Die Mirasys VMS-Software (Video Management System) ist eine flexible und skalierbare Netzwerk-Videoaufzeichnungssoftware, die aus der Mirasys-Server-Software und der Client-Anwendungssoftware besteht.
Die Server- und Client-Software kann auf jeder Standard-PC-Plattform installiert werden, die die Hardware- und Betriebssystemanforderungen erfüllt.
Server können auch virtualisiert werden, beispielsweise mit Microsoft Hyper-V oder VMWare.
Mirasys VMS wird entweder auf vorinstallierten Servern oder als reine Software geliefert; in diesem Fall installiert der Distributor/Wiederverkäufer, ein Integrator/Installateur oder der Endkunde die Software auf einem PC.
Die Leistung einer Mirasys VMS-Lösung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem Prozessortyp und der Prozessorgeschwindigkeit, dem verfügbaren Arbeitsspeicher und der Netzwerkbandbreite.
Die folgenden Anforderungen definieren die Mindestanforderungen für den Betrieb der Mirasys VMS-Software mit IP-Überwachungskameras.
Die in diesem Dokument aufgeführten Beispiele sollten lediglich als grundlegende Richtlinie bei der Planung der Systemeinrichtung dienen.
Für eine detaillierte Berechnung der Systemleistung und des Speicherplatzbedarfs wenden Sie sich bitte an Ihren Mirasys-Vertriebsansprechpartner oder einen autorisierten Distributor/Wiederverkäufer.
Bitte beachten Sie außerdem, dass die Leistung und Funktionalität der Server- oder Client-Software eines VMS-Systems nur dann gewährleistet ist, wenn diese als einzige Anwendung auf der PC-Plattform ausgeführt wird.
Es sollten keine anderen Softwareanwendungen – mit Ausnahme von dedizierter Serversoftware wie Mirasys ANPR+ (Automatic Number Plate Recognition), Mirasys Reporting+, Mirasys VCA (Video Content Analytics) oder Microsoft SQL Server, sofern erforderlich – auf dem Computer installiert werden, auf dem die Mirasys VMS-Server- oder Client-Anwendungen ausgeführt werden.
Es wird außerdem empfohlen, Server- und Client-Software auf getrennten Computern zu verwenden.
Mindestanforderungen an den Server
Die Server erfordern folgende (geringe) Mindestkonfiguration:
Hardware:
-
Intel Core i3 oder besser
-
8 GB RAM empfohlen
-
Mindestens 1 TB Festplattenspeicher
-
Mindestens 100 GB Speicherplatz auf Laufwerk C:
In einer Grundkonfiguration kann eine Festplatte ausreichen, für eine sichere Aufzeichnung auf mehreren Festplatten (modifiziertes RAID 0) sind jedoch mindestens zwei Festplatten erforderlich.
Eine separate Festplatte für das Betriebssystem und die Anwendungssoftware wird ebenfalls empfohlen.
Die Verwendung von für den 24/7-Betrieb optimierten Festplatten wird dringend empfohlen.
Die VMS-Software reserviert standardmäßig 90 % des verfügbaren Speicherplatzes auf anderen Laufwerken als dem Laufwerk C für Speicherzwecke.
Das Laufwerk C wird nicht für Speicherzwecke verwendet, es sei denn, es ist das einzige Laufwerk.
Grafikkarte mit mindestens 128 MB Speicher (eine Dual-Head-Grafikkarte ist optional).
Bitte beachten Sie, dass die Leistung der Grafikkarte je nach Karte und der Busarchitektur, über die die Karte mit der Hauptplatine verbunden ist, stark variieren kann.
Zwei 1-Gbit/s-Verbindungen (separate Netzwerkverbindungen für das Kameranetzwerk und das Systemnetzwerk; weitere Informationen finden Sie im Mirasys VMS Networking).
Mindestanforderungen an Client-Arbeitsplätze
Dies sind die Mindestanforderungen für Mirasys-VMS-Client-Anwendungen (wie Spotter für Windows oder den System Manager).
Die folgenden Hardware-Spezifikationen sind lediglich als Mindestanforderungen für ein kleines Überwachungssystem zu betrachten.
-
Intel Core i3 oder besser (bei Verwendung von H.264-Kameras im System werden Quad-Core-Prozessoren empfohlen).
Der empfohlene Prozessor ermöglicht die gleichzeitige Anzeige von mehr als 10 Kameras mit einer höheren Auflösung als VGA (640×480). -
Mindestens 8 GB RAM empfohlen
-
Mindestens 20 GB freier Festplattenspeicher
-
Grafikkarte mit mindestens 512 MB Speicher. Die Größe des Grafikspeichers und die Leistung der Grafikkarte beeinflussen die Fähigkeit, gleichzeitig aufgezeichnete oder Live-Kamerastreams anzuzeigen.
-
Bitte beachten Sie, dass die Leistung der Grafikkarte je nach Karte und der Busarchitektur, über die die Karte mit der Hauptplatine verbunden ist, stark variieren kann.
Kompatibilität mit Windows-Betriebssystemen
Mirasys VMS V9 unterstützt die folgenden Betriebssysteme:
|
Betriebssystem |
Server mit Unterstützung für analoge Kameras über Capture-Karten |
Server, an den ausschließlich IP-Kameras oder angeschlossene Videoserver (Encoder) angeschlossen sind |
Gateway Server |
System Manager-Client-Anwendung |
Spotter für Windows – Client-Anwendung |
|
Windows 10 |
- |
X |
X |
X |
X |
|
Windows 11 |
|
X |
X |
X |
X |
|
Windows Server 2016 |
- |
X |
X |
X |
X |
|
Windows Server 2019 |
|
X |
X |
X |
X |
|
Windows Server 2022 |
|
X |
X |
X |
X |
Netzwerkanforderungen
Diese Netzwerkanforderungen gelten für Systeme, bei denen Benutzer über ein Netzwerk auf die Server zugreifen.
Allgemeines
Sowohl auf der Client- als auch auf der Serverseite ist ein 1-Gbit/s-Ethernet-Anschluss erforderlich.
Die Datenübertragung kann über das Internet, Intranet, LAN, WAN, WLAN, ISDN, ADSL oder jedes andere Netzwerk erfolgen, das TCP/IP nutzt.
Für eine optimale Leistung sollte das Kameranetzwerk von anderem Netzwerkverkehr abgeschirmt und vom Systemnetzwerk getrennt werden, das für die Server-Server- oder Server-Client-Kommunikation genutzt wird.
Es wird dringend empfohlen, für jeden Server mindestens zwei 1-Gbit/s-Netzwerkadapter bereitzustellen: mindestens einen Adapter für die Kamerabilder und einen Adapter für die Server-Client- und Server-Server-Kommunikation.
Bei großen Systemen mit mehreren hochauflösenden Kameras und Kameras mit hoher Bildrate kann es empfehlenswert sein, bestimmte Kameragruppen in eigene Netzwerke auszulagern (und den Servern Netzwerkadapter hinzuzufügen).
Dies erfolgt jedoch von Fall zu Fall und erfordert spezifische Berechnungen zur Netzwerklast.
Die PTZ-Steuerung (Pan-Tilt-Zoom) erfordert eine geringe Latenz im Netzwerk, um die Dome-Steuerung so reaktionsschnell wie möglich zu gestalten.
Netzwerkkarteneinstellungen
Anforderungen an die Netzwerkkarteneinstellungen:
-
Interrupt-Moderationsrate --> Extrem
-
Empfangspuffer/Empfangsdeskriptoren --> 2048
-
Sendepuffer/Sendedeskriptoren --> 2048
Wenn die Netzwerkkarte nicht auf diese Einstellungen angepasst werden kann, tauschen Sie die Karte aus.
IP-Adressen
Die Server müssen über statische IP-Adressen verfügen, damit die Client-Programme eine Verbindung zu ihnen herstellen können.
Die AVM-Anzeigeserver (Agile Virtual Matrix) sollten ebenfalls entweder statische Adressen oder Namen haben.
Die Verbindung der AVM-Bedienkonsole zu den Anzeigeservern erfolgt entweder über eine IP-Adresse oder einen Computernamen.
Sie können einige NAT-Lösungen mit dem System verwenden, jedoch nicht alle:
-
Statische Netzwerkadressübersetzung (NAT) kann zwischen den Servern und den Client-Programmen verwendet werden.
-
Dynamisches NAT kann nicht verwendet werden, da sich die IP-Adressen ändern können.
-
Single-Address-NAT funktioniert, wenn sich nur ein Server im NAT-System befindet. Es funktioniert nicht, wenn sich mehr als ein Server im selben System befindet.
Ports
|
Port |
Protokoll |
Service |
Richtung |
|
5008 |
TCP |
SMServer |
OUT |
|
5009 |
TCP |
DVRServer |
OUT |
|
5010 |
TCP |
WDServer |
OUT |
|
5011 |
TCP |
DVRServer |
OUT |
|
8081 |
TCP |
SMServer |
OUT |
|
8082 |
TCP |
SMServer |
OUT |
|
8083 |
TCP |
DVRServer |
OUT |
|
3556-4556 |
UDP |
DVRServer |
IN |
|
554 |
RTSP |
DVRServer |
IN |
|
8086 & 8087 |
TCP |
Storage Locker service |
IN |
Wenn Sie die Windows-Firewall verwenden, kann das VMS-Installationsprogramm automatisch Ausnahmen für die erforderlichen Ports erstellen.
Bei der automatischen Portweiterleitung können die Ports anders als die Standardwerte konfiguriert werden.
Anforderungen an die Bandbreite
Die Anforderungen an die Bandbreite für die Netzwerkverbindung zwischen den Servern und den Client-Programmen hängen von einer Reihe von Faktoren ab.
Hier sind einige Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt:
-
Die Datenübertragung von den Servern zu den Client-Computern (Uplink) erfordert mehr Bandbreite als die Datenübertragung von den Client-Computern zum Server (Downlink).
-
Die Verbindung muss nicht symmetrisch sein.
-
-
Die Echtzeitüberwachung erfordert mehr Bandbreite als die Übertragung von aufgezeichneten Video- oder Audiodaten.
-
Darüber hinaus erhöhen Signalisierung und Protokolle die erforderliche Bandbreite.
Datensicherheit
Das System nutzt einen Datenschutzmechanismus und eine Benutzerauthentifizierung.
Die Nutzung öffentlicher Netzwerke birgt jedoch stets ein Sicherheitsrisiko, da es im Internet keine vollständig sicheren Systeme gibt.
Aus diesem Grund sollten nach Möglichkeit dedizierte Netzwerke verwendet werden, um unbefugten Zugriff auf das System zu verhindern.
Erwägen Sie die Verwendung eines Virtual Private Network (VPN), um eine sichere Verbindung zwischen Computern in einem öffentlichen Netzwerk herzustellen.
Außerdem sollten Antivirenprogramme eingesetzt werden, wenn sich die Systemeinheiten in einem öffentlichen Netzwerk (Intranet) befinden.
Windows-Updates
Bitte überprüfen Sie regelmäßig, ob auf Ihrem System die neuesten Windows-Updates installiert sind und das .NET Framework auf dem neuesten Stand ist.