Allgemeine Änderungen und Optimierungen am Betriebssystem

Damit das VMS optimal funktioniert, müssen die Betriebssystemeinstellungen korrekt konfiguriert sein. In der folgenden Liste finden Sie empfohlene Änderungen und Optimierungen der Betriebssystemeinstellungen.

1. Richten Sie auf Betriebssystemebene mehr als einen Administrator ein

Diese Vorgehensweise bietet Sicherheit für den Fall, dass der Hauptbenutzername vergessen wird. Sollte ein Administrator den Hauptbenutzernamen vergessen, kann ein anderer Administrator mit seinen Zugangsdaten weiterhin auf das System zugreifen.

2. Energieeinstellungen optimieren

Nehmen Sie folgende Änderungen an den Energieeinstellungen vor:

  • Ruhemodus deaktivieren

  • Volle Leistungsauslastung aktivieren

Durch die Optimierung der Energieeinstellungen wird sichergestellt, dass der Server optimal läuft und Stromausfälle keine Probleme verursachen, wenn der Server ausgeschaltet wird. Sie können die Windows-Energieeinstellungen unter Einstellungen > System > Energie und Akku ändern.

3. BIOS-Einstellungen optimieren

Stellen Sie in den BIOS-Einstellungen ein, dass sich der Rechner nach einem Stromausfall automatisch wieder einschaltet. Auf diese Weise lassen sich Probleme mit dem Server im Falle eines Stromausfalls vermeiden.

4. Zeitzone des Betriebssystems einstellen

Stellen Sie sicher, dass für das Betriebssystem die richtige Zeitzone eingestellt ist, da eine falsche Konfiguration bei der Installation eines neuen Servers zu Problemen bei der Wiedergabe führen kann. Die Zeitzoneneinstellungen unter Windows können unter Einstellungen > Zeit und Sprache > Datum und Uhrzeit geändert werden.

5. Schließen Sie VMS-Dateien und -Material von Ihrem Virenscanner aus

Durch den Ausschluss der VMS-Dateien vom Virenscanner werden die Serverauslastung und die Anzahl der Lesevorgänge auf der Festplatte reduziert. Ausschlüsse für Windows Defender können unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Windows-Sicherheit > Viren- und Bedrohungsschutz > Einstellungen für den Viren- und Bedrohungsschutz festgelegt werden.

6. Netzwerkeinstellungen optimieren

Beachten Sie die folgenden Empfehlungen zu den Netzwerkeinstellungen:

  • Verwenden Sie eine Intel-Netzwerkkarte mit einer Verbindungsbandbreite von mindestens 1 GB.

    • Konfigurieren Sie die Netzwerkkarteneinstellungen wie folgt:

      • Interrupt-Moderationsrate: Extrem

      • Empfangspuffer/Empfangsdeskriptoren: 2048

      • Sendepuffer/Sendedeskriptoren: 2048

    • Bei einer Netzwerkkarte mit höherer Geschwindigkeit kann die Puffergröße größer sein.

    • Bei Verwendung einer separaten Netzwerkkarte übernimmt der Prozessor der Netzwerkkarte die Arbeit, wodurch der eigene Prozessor des Servers nicht belastet wird. Durch eine Erhöhung der Pufferkapazität kann sichergestellt werden, dass der von den Kameras erzeugte Netzwerkverkehr den Server erreicht und keine Daten verloren gehen.

    • Detaillierte Empfehlungen zu den Netzwerkkarteneinstellungen finden Sie hier: https://documentation.mirasys.com/network-installation/networkinstallation/general-network-requirements#Network-Card-Settings

7. Stellen Sie sicher, dass Windows Defender Smart App Control die VMS nicht blockiert

Smart App Control kann die Installation von Software blockieren, die nicht weit verbreitet ist. Dieses Problem lässt sich beheben, indem Sie die Funktion deaktivieren. Eine Anleitung zum Deaktivieren von Smart App Control finden Sie hier: https://documentation.mirasys.com/frequently-asked-questions/faq/windows-defender-smart-app-control-blocking-mirasys-vms

8. Aktivieren Sie bei Bedarf die Remote-Desktop-Verbindung

Die Aktivierung von RDP erleichtert Wartungsarbeiten. Sie können RDP unter Windows-Einstellungen > System > Remotedesktop aktivieren.