Verschlüsselung und Authentizitätsprüfung

Das Mirasys Spotter-System wurde entwickelt, um eine sichere und benutzerfreundliche Umgebung für die Verwaltung von Videoaufzeichnungen, einschließlich Live- und Archivmaterial, zu bieten. Im Mittelpunkt dieses Systems stehen der Spotter Player, ein nahtlos in die Client-Anwendung integrierter Mediaplayer, sowie das Secure Export Format (SEF), ein Format, das für den schnellen und sicheren Export von Videodateien konzipiert wurde.

Der Spotter Player ist in die Client-Anwendung integriert und erfordert keine separate Installation. Der Benutzer kann wählen, ob er beim Export mitkopiert werden soll. Er ermöglicht es Ihnen, exportierte Medienclips, Archive oder Storyboards abzuspielen und diese ähnlich wie bei der Verwendung der Vollversion der Anwendung und beim Zugriff auf Aufzeichnungen auf einem Server anzusehen.

Sicheres Exportformat (SEF)

Der Spotter Player wird immer offline gestartet, sodass er nur zum Öffnen exportierter SEF- und WMV-Clips und -Archive verwendet werden kann. Das schnellste Exportdateiformat ist SEF (Secure Export Format). Es kann mit Spotter oder dem Spotter Player angezeigt werden.

Die Verwendung digitaler Wasserzeichen zur Echtheitsprüfung ist insbesondere mit dem SEF2-Format verbunden, einer Erweiterung des ursprünglichen SEF-Formats mit zusätzlichen Sicherheits- und Datenschutzfunktionen. Das SEF2-Format unterstützt exportierte Videos mit Untertiteln, Audio- und Textdaten – es ist ein authentizitätsgeschütztes Format, das außerdem Folgendes ermöglicht:

  • Schutz des Videomaterials durch ein Passwort

  • Softwaregesteuerte Datenschutzzonen im Export

  • Gesichtsverwischung (muss auf der Kameraseite aktiviert sein, um in den Export aufgenommen zu werden)

  • Maskierung sich bewegender Objekte

Verschlüsselung zum Schutz exportierter Videodaten

Mirasys setzt robuste Verschlüsselungstechniken ein, um exportierte Videodaten zu schützen. Bilddaten, Layoutdaten, Lesezeichen und Storyboard-Daten werden mittels AES-Verschlüsselung mit einem 256-Bit-Schlüssel verschlüsselt. Diese selektive Verschlüsselung gewährleistet, dass kritische Komponenten des Videos und seiner Metadaten vor unbefugtem Zugriff oder Manipulationen geschützt sind. AES ist ein weithin anerkannter Verschlüsselungsstandard, der ein hohes Maß an Sicherheit bietet und sich daher für den Schutz sensibler Videodaten in SEF-Dateien eignet.

Für das Hashing wird SHA1 (Secure Hash Algorithm 1) verwendet. Hashing ist die Umwandlung einer Eingabe (oder „Nachricht“) in eine Bytefolge fester Länge, typischerweise einen Digest, der die ursprüngliche Zeichenfolge repräsentiert. SHA1 ist zwar keine Verschlüsselungstechnik im eigentlichen Sinne, ergänzt jedoch den Verschlüsselungsprozess, indem es die Datenintegrität und -authentizität gewährleistet und es dem System ermöglicht, jegliche Änderungen an den Daten zu erkennen.

Der SEF-Datencontainer selbst ist nicht verschlüsselt, damit die gesamte Dateistruktur für Systemfunktionen wie die Überprüfung der Dateiintegrität oder die Verwaltung des Dateizugriffs zugänglich bleibt. Der Inhalt des Containers hingegen ist aus Sicherheitsgründen verschlüsselt.

Sie haben die Möglichkeit, SEF-Clips während des Exportvorgangs mit einem Passwort zu schützen. Beim Exportieren von SEF-Clips in Spotter wählen Sie aus, ob der Clip passwortgeschützt werden soll. Wenn der Passwortschutz ausgewählt ist, wird das Passwort in einem separaten Dialogfeld abgefragt. Nach Eingabe des richtigen Passworts wird der Clip geöffnet.

Die Entschlüsselung erfolgt dynamisch, wenn im Spotter-System auf einen passwortgeschützten SEF-Clip zugegriffen wird. Bei Bilddaten erfolgt die Entschlüsselung on the fly, d. h. sie werden in Echtzeit beim Zugriff entschlüsselt, ohne dass entschlüsselte Daten auf der Festplatte gespeichert werden. Dieser Ansatz erhöht die Sicherheit, indem sichergestellt wird, dass sensible entschlüsselte Daten nicht ungeschützt auf Speichermedien verbleiben. Spotter übergibt das Passwort zusammen mit anderen Exportparametern an Media Exporter, der den Clip verschlüsselt. Verschlüsselte SEF-Clips werden mit der Erweiterung „.esef“ gespeichert.

Wasserzeichen zur Echtheitsprüfung

Ein wesentliches Merkmal des Mirasys-Systems ist die Verwendung digitaler Wasserzeichen zur Überprüfung der Echtheit von exportiertem Videomaterial. Das Wasserzeichen ist eine digitale Signatur, die die Originalität und Integrität des Videoinhalts bestätigt.

Das Spotter-System überprüft automatisch die Echtheit von Mediendateien, wenn diese mit dem Spotter Player oder Spotter wiedergegeben werden. Bei diesem Vorgang wird das Vorhandensein des digitalen Wasserzeichens überprüft, um festzustellen, ob die Mediendatei echt ist.

Nach der Überprüfung informiert das System den Benutzer durch Benachrichtigungen über den Echtheitsstatus der Mediendatei. Ist die Mediendatei echt, wird eine Benachrichtigung mit dem Hinweis „Autentizität der Mediendatei bestätigt“ angezeigt.

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Ist die Mediendatei hingegen nicht authentisch, wird der Benutzer mit der Meldung „Die Mediendatei ist nicht authentisch“ benachrichtigt.

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